Fleisch, Fisch & Ei
Sardinen & Makrele (Atlantische)
ab Beikoststart (frühestens Beginn 5. Monat)
Sardinen und Atlantische Makrele sind kleine, fette Schwarmfische und gelten als schadstoffärmere Wahl gegenüber großen Raubfischen wie Thunfisch. Immer vollständig durchgaren – kein roher, geräucherter (auch keine Räuchermakrele) oder nicht durcherhitzt marinierter Fisch. Sterilisierte Dosensardinen frühestens ab ca. 9 Monaten sparsam: Abgießen entfernt die Lake, nicht das Salz im Fisch.
Sicherheit & Verschlucken
Auch aus dem Filet können feine Gräten stecken bleiben. Sardinen und Makrelen sind kleine Fische mit vielen dünnen Gräten – frisch zubereitet deshalb besonders sorgfältig Flocke für Flocke nach Gräten absuchen oder ein filetiertes TK-Filet verwenden. Bei Dosensardinen sind die weichen Gräten durch das Einkochen zwar oft essbar und werden von Erwachsenen häufig mitgegessen – für Babys empfehlen wir trotzdem konservativ, sie vor dem Servieren herauszulösen.
Häufige Fragen
- Ab wann dürfen Babys Sardinen oder Makrele essen?
- Gut durchgegarte frische oder TK-Sardine bzw. Atlantische Makrele darf ab Beikoststart angeboten werden, sorgfältig Flocke für Flocke nach Gräten abgesucht und ohne Salz zubereitet. Königsmakrele und andere große Makrelenarten gehören wie Thunfisch nicht auf den Kinderteller – das empfehlen wir konservativ.
- Sind Sardinen und Makrele schadstoffärmer als Thunfisch?
- Als kleine, kurzlebige Schwarmfische gelten Sardinen und Atlantische Makrele gegenüber großen, älteren Raubfischen wie Thunfisch als schadstoffärmere Wahl – laut BfR werden die höchsten Methylquecksilber-Gehalte bei großen Raubfischen gemessen, und durch die gezielte Wahl von Arten mit geringeren Gehalten lässt sich die Aufnahmemenge senken.
- Muss ich bei Dosensardinen die Gräten entfernen?
- Die weichen Gräten in Dosensardinen sind durch das Einkochen zwar oft essbar und werden von Erwachsenen häufig mitgegessen. Für Babys empfehlen wir trotzdem konservativ, sie vor dem Servieren herauszulösen. Dosenware frühestens ab ca. 9 Monaten und sparsam – Abgießen entfernt die Lake, nicht das Salz im Fisch.
- Dürfen Kinder Räuchersprotten oder marinierte Sardellen essen?
- Nein. Geräucherter Fisch kann mit Listerien belastet sein, deshalb bleiben Räuchersprotten und Räuchermakrele im 1. und 2. Lebensjahr tabu. Nicht durcherhitzt marinierte Ware wie Sardellen oder Rollmops behandeln wir aus demselben Grund konservativ genauso – sterilisierte Dosenware ist davon zu unterscheiden.
🔒 So servierst du Sardinen & Makrele (Atlantische) sicher – je Altersstufe
Schritt-für-Schritt-Zubereitung und Sicherheits-Hinweise für 6–8, 9–11 und 12+ Monate gibt es in der App – mit Fotos, wie es auf den Teller gehört.
Auf die WartelisteQuellen
- Fisch regelmäßig in die Beikost einbauen – auch fetter Fisch wie Lachs, der reich an Omega-3-Fettsäuren (DHA) ist — Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
- Fisch als potentes Nahrungsmittelallergen frühzeitig mit der Beikost einführen und danach regelmäßig weitergeben; keine Meidung zur Allergieprävention — S3-Leitlinie Allergieprävention (AWMF 061-016, Stand 11/2022)
- Auf rohe tierische Lebensmittel wie rohen oder geräucherten Fisch, rohes Fleisch und Rohmilchprodukte verzichten, um das Risiko einer Lebensmittelinfektion zu senken — Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
- Harte, kleine Lebensmittelstücke können leicht eingeatmet werden und sind für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet — Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
- Beikost ohne Salzzusatz zubereiten — Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
- Beikoststart frühestens Beginn des 5. Monats, spätestens Beginn des 7. Monats — Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
- Grundsätzlich werden die höchsten Methylquecksilber-Gehalte in großen und älteren Raubfischen gemessen, etwa in Hai, Schwertfisch und Thunfisch; Methylquecksilber kann laut wissenschaftlichen Studien die neurologische Entwicklung beeinträchtigen; durch die gezielte Wahl von Arten mit geringeren Gehalten kann die Aufnahmemenge von Methylquecksilber gesenkt werden — BfR – Pressemitteilung: Schwangere und Stillende sollten Fischarten mit hohen Gehalten an Methylquecksilber meiden
- Geräucherter Fisch zählt zu den Lebensmitteln, die mit Listerien belastet sein können; empfindliche Gruppen wie kleine Kinder, Schwangere und immungeschwächte Personen sollten darauf verzichten — BfR – Fragen und Antworten zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt