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Grundlage der Inhalte

Alle Angaben folgen den deutschen Fachempfehlungen: Netzwerk Gesund ins Leben, S3-Leitlinie Allergieprävention, Bundesinstitut für Risikobewertung und Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Jede fachliche Kernaussage ist auf der jeweiligen Seite mit ihrer Quelle verlinkt.

Kein Ersatz für ärztliche Beratung.

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Lamm, Platzhalterbild

Fleisch, Fisch & Ei · ab Beikoststart

Lamm

Lammfleisch ist wie Rindfleisch ein Eisen-Kernlieferant der Beikost: Das enthaltene Häm-Eisen wird vom Körper besonders gut aufgenommen. Immer vollständig durchgaren, nie roh oder rosa. Wegen der zähen Fasern weich schmoren, quer zur Faser in Streifen schneiden oder zu weichen, ungesalzenen Bällchen verarbeiten; Würfel und Gulasch-Stücke sind tabu.

Die Auswahl steht in der Adresse als ?stufe=9-11 und ist teilbar.

2 von 3 · mittelVerschluckungsrisiko mittel, Stufe 2 von 3

Lammfleisch immer vollständig durchgaren, niemals roh oder rosa anbieten.

Zäh-faserige Stücke und Fleischwürfel sind ein Verschluckungsrisiko: nur weich geschmort, fein zerkleinert oder als weiche Bällchen ohne Salz geben. Mach den Zwei-Finger-Drucktest: Bällchen und Frikadellen sollten sich zwischen Daumen und Zeigefinger leicht zerdrücken lassen. Fingerfood setzt voraus, dass dein Baby schon stabil sitzen kann, und findet nur unter ständiger Aufsicht statt.

Zäh-faserige Fleischstücke sind schwer zu zerkauen und können als Ganzes verschluckt werden. Würfel und Gulasch-Stücke sind die riskante Form und gehören nicht auf den Babyteller. Lammfleisch deshalb immer weich schmoren, quer zur Faser in dünne Streifen schneiden oder zu weichen, salzfreien Bällchen bzw. Frikadellen verarbeiten, die sich leicht mit der Zunge zerdrücken lassen.

Sicherheitshinweis für 6–8 Monate

So servierst du Lamm mit 6 bis 8 Monaten

Weich geschmortes Lammfleisch (z. B. aus Schulter oder Keule) fein zerkleinert unter den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei rühren; trockene Hackfleisch-Krümel nicht einzeln anbieten, sondern immer in Brei oder Sauce mischen. Als Fingerfood eignet sich ein dicker, weich geschmorter Streifen, etwa so breit wie zwei aneinandergelegte Erwachsenenfinger, an dem dein Baby lutschen und nagen kann. Oder eine weiche, salzfreie Frikadelle bzw. ein großes Fleischbällchen, deutlich größer als der Babymund und gut durchgegart.

2 von 3 · mittelVerschluckungsrisiko mittel, Stufe 2 von 3

Weiterhin nur vollständig durchgegartes Fleisch anbieten.

Fleisch quer zur Faser schneiden oder zerzupfen, damit es leicht zerkaut werden kann; zähe oder große Stücke und Fleischwürfel vermeiden. Aufrecht sitzend und beaufsichtigt essen.

Zäh-faserige Fleischstücke sind schwer zu zerkauen und können als Ganzes verschluckt werden. Würfel und Gulasch-Stücke sind die riskante Form und gehören nicht auf den Babyteller. Lammfleisch deshalb immer weich schmoren, quer zur Faser in dünne Streifen schneiden oder zu weichen, salzfreien Bällchen bzw. Frikadellen verarbeiten, die sich leicht mit der Zunge zerdrücken lassen.

Sicherheitshinweis für 9–11 Monate

So servierst du Lamm mit 9 bis 11 Monaten

Weich geschmorte Fleischstücke quer zur Faser in dünne Streifen geschnitten, fein zerzupft oder als kleine, durchgegarte Lammbällchen ohne Salz zum Selbstessen. Auch fein gehackt im Gemüse- oder Kartoffelbrei. Klappt der Zangengriff noch nicht, bleib bei Brei, zerzupftem Fleisch in Sauce oder dem größeren Streifen.

2 von 3 · mittelVerschluckungsrisiko mittel, Stufe 2 von 3

Lamm weiterhin gut durchgaren; rohes oder rosa gebratenes Fleisch (etwa Lammrücken medium) bleibt im 1.

Lebensjahr tabu. Fleischwürfel und zähe, große Stücke bleiben riskant, bis dein Kind zuverlässig kleine Bissen nimmt, gründlich kaut und nicht stopft, meist ab etwa 4–5 Jahren. Aufrecht sitzend und beaufsichtigt essen.

Zäh-faserige Fleischstücke sind schwer zu zerkauen und können als Ganzes verschluckt werden. Würfel und Gulasch-Stücke sind die riskante Form und gehören nicht auf den Babyteller. Lammfleisch deshalb immer weich schmoren, quer zur Faser in dünne Streifen schneiden oder zu weichen, salzfreien Bällchen bzw. Frikadellen verarbeiten, die sich leicht mit der Zunge zerdrücken lassen.

Sicherheitshinweis für ab 12 Monaten

So servierst du Lamm mit 12 Monaten und älter

In Familiengerichten wie Lammeintopf, Lammgulasch oder als kleine Frikadelle: in mundgerechten, weichen Stücken oder fein zerzupft; die Kinderportion vor dem Salzen abzweigen. Gulasch- und Spieß-Würfel für dein Kind zerzupfen oder in dünne Streifen teilen statt im Ganzen geben.

2 von 3 · mittelVerschluckungsrisiko mittel, Stufe 2 von 3

Fleischwürfel und zähe, große Stücke bleiben tabu, bis dein Kind zuverlässig kleine Bissen nimmt, gründlich kaut und nicht stopft, meist ab etwa 4–5 Jahren.

Lamm weiterhin vollständig durchgaren, rosa gebratener Lammrücken bleibt bis etwa fünf Jahre nichts für den Kinderteller. Dein Kind isst aufrecht sitzend und beaufsichtigt, nicht im Herumlaufen oder Spielen.

Zäh-faserige Fleischstücke sind schwer zu zerkauen und können als Ganzes verschluckt werden. Würfel und Gulasch-Stücke sind die riskante Form und gehören nicht auf den Babyteller. Lammfleisch deshalb immer weich schmoren, quer zur Faser in dünne Streifen schneiden oder zu weichen, salzfreien Bällchen bzw. Frikadellen verarbeiten, die sich leicht mit der Zunge zerdrücken lassen.

Sicherheitshinweis für ab 2 Jahren

So servierst du Lamm mit 2 Jahren und älter

Am Zuschnitt ändert sich nichts: Lamm weich schmoren und quer zur Faser in dünne Streifen schneiden oder zerzupfen, Gulasch- und Spießwürfel für dein Kind auseinanderteilen. Ab zwei Jahren darf die Kinderportion sparsam mitgesalzen werden, immer mit jodiertem Speisesalz, Schärfe erst nach dem Abzweigen.

Auf einen Blick

Ab wann
ab Beikoststart
Eisen
Eisen: hochEisengehalt hoch, 3 von 3
Allergene
keine der 14
Nährstoffe
Eisen, Protein

Häufige Fragen

  • Ab wann darf mein Baby Lammfleisch essen?
  • Ist Lammfleisch ein guter Eisenlieferant für Babys?
  • Wie bereite ich Lammfleisch verschluckungssicher zu?
  • Darf mein Baby rosa gebratenes oder rohes Lamm probieren?
  • Sind gekaufte oder TK-Fleischbällchen für mein Baby geeignet?
  • Warum darf ich Lamm für mein Baby nicht würfeln?

Ab wann darf mein Baby Lammfleisch essen?

Lamm darf wie Rindfleisch ab Beikoststart (frühestens Beginn des 5., spätestens Beginn des 7. Monats) angeboten werden: immer vollständig durchgegart, weich geschmort und quer zur Faser geschnitten oder als salzfreies Bällchen.

Ist Lammfleisch ein guter Eisenlieferant für Babys?

Ja. Lamm ist wie Rind ein Eisen-Kernlieferant der Beikost: Es enthält viel gut verfügbares Häm-Eisen, das ab der zweiten Lebenshälfte besonders wichtig wird, wenn die fetalen Eisenspeicher des Babys aufgebraucht sind.

Wie bereite ich Lammfleisch verschluckungssicher zu?

Lammfleisch immer so weich schmoren, dass es fast zerfällt, dann sind die zähen Fasern kein Problem mehr. Anschließend quer zur Faser in dünne Streifen schneiden, fein zerzupfen oder zu weichen, salzfreien Bällchen verarbeiten. Bällchen und Frikadellen sollten den Zwei-Finger-Drucktest bestehen, sich also zwischen Daumen und Zeigefinger leicht zerdrücken lassen. Würfel und Gulasch-Stücke gehören nicht auf den Babyteller.

Darf mein Baby rosa gebratenes oder rohes Lamm probieren?

Nein. Im 1. Lebensjahr gilt: kein rohes Fleisch und kein rosa gebratenes Lamm, um das Risiko einer Lebensmittelinfektion zu senken. Auch für Kleinkinder empfehlen wir konservativ, Lamm weiterhin vollständig durchzugaren.

Sind gekaufte oder TK-Fleischbällchen für mein Baby geeignet?

Fertigbällchen sind meist gesalzen, und Beikost soll ohne Salzzusatz zubereitet werden. Dazu sind sie oft klein und fest, also schwer mit der Zunge zu zerdrücken. Wir empfehlen konservativ: weiche Bällchen ohne Salz selbst formen, deutlich größer als der Babymund, und vor dem Servieren den Zwei-Finger-Drucktest machen.

Warum darf ich Lamm für mein Baby nicht würfeln?

Würfel und Gulasch-Stücke sind genau die Form, die als Ganzes verschluckt werden kann, und zäh-faseriges Fleisch lässt sich kaum mit der Zunge zerdrücken. Sicherer sind dünne Streifen quer zur Faser, fein zerzupftes Fleisch oder weiche, salzfreie Bällchen.

Quellen

  • Fleisch regelmäßig in die Beikost einbauen, da es gut verfügbares Häm-Eisen liefert und einen wichtigen Beitrag zur Eisenversorgung im 2. Lebenshalbjahr leistet Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
  • Ab der zweiten Lebenshälfte steigt der Eisenbedarf deutlich, da die fetalen Eisenspeicher aufgebraucht sind; Häm-Eisen aus Fleisch wird vom Körper besonders gut aufgenommen DGE – Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr
  • Harte, kleine oder zäh-faserige Lebensmittelstücke können leicht eingeatmet werden und sind für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
  • Auf rohe tierische Lebensmittel wie rohes Fleisch, rohen oder geräucherten Fisch und Rohmilchprodukte verzichten, um das Risiko einer Lebensmittelinfektion zu senken Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
  • Beikost ohne Salzzusatz zubereiten Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
  • Beikoststart frühestens Beginn des 5. Monats, spätestens Beginn des 7. Monats Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr

Kein Ersatz für ärztliche Beratung.

Passt dazu

  • RindfleischVerschluckungsrisiko mittel, Stufe 2 von 3ab Beikoststart
  • SchweinefleischVerschluckungsrisiko mittel, Stufe 2 von 3ab Beikoststart
  • KartoffelVerschluckungsrisiko mittel, Stufe 2 von 3ab Beikoststart
  • KarotteVerschluckungsrisiko hoch, Stufe 3 von 3ab Beikoststart
  • LinsenVerschluckungsrisiko mittel, Stufe 2 von 3ab Beikoststart
Foto je Altersstufe

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