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Alle Angaben folgen den deutschen Fachempfehlungen: Netzwerk Gesund ins Leben, S3-Leitlinie Allergieprävention, Bundesinstitut für Risikobewertung und Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Jede fachliche Kernaussage ist auf der jeweiligen Seite mit ihrer Quelle verlinkt.

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Zimt, Platzhalterbild

Sonstiges · ab Beikoststart

Zimt

Zimt ist für Babys nicht notwendig, eine gelegentliche kleine Prise ist aber unbedenklich. Der übliche Standard-Zimt (Cassia) enthält relativ viel Cumarin, das in hohen Dosen (bekannt aus der Arzneimittel-Anwendung) die Leber belasten kann; nach Zimtverzehr sind Leberschäden bisher nicht beschrieben. Sparsam würzen, bevorzugt Ceylon-Zimt. Gezuckerte Zimtgerichte bleiben ein Zucker-Thema.

Die Auswahl steht in der Adresse als ?stufe=9-11 und ist teilbar.

1 von 3 · niedrigVerschluckungsrisiko niedrig, Stufe 1 von 3

Zimt enthält den Aromastoff Cumarin, der in hohen Dosen (bekannt aus der Anwendung von Cumarin als Arzneimittel) die Leber belasten kann; nach dem Verzehr von Zimt sind solche Fälle in der wissenschaftlichen Literatur bisher nicht beschrieben.

Bei besonders empfindlichen Personen kann Cumarin allerdings bereits in relativ kleinen Mengen Leberschäden verursachen; die Wirkung ist typischerweise reversibel. Im Beikostalter ist Zimt schlicht nicht nötig. Wer ihn verwenden möchte, bleibt bei einer gelegentlichen kleinen Prise und wählt bevorzugt Ceylon-Zimt, da Cassia-Zimt (Standard-Zimt ohne Ceylon-Kennzeichnung) deutlich mehr Cumarin enthält. Zimtgebäck, Zimtsterne oder gezuckerter Zimt-Milchreis sind in diesem Alter ohnehin wegen des Zuckers ungeeignet.

Zimtpulver ist als Gewürz kein Verschluckungsrisiko; eine mitgekochte Zimtstange vor dem Servieren immer aus dem Gericht nehmen. Die eigentliche Vorsicht gilt nicht der Konsistenz, sondern der Menge und Sorte: Zimt enthält den Aromastoff Cumarin, der in hohen Dosen (bekannt aus der Anwendung von Cumarin als Arzneimittel) die Leber belasten kann. Nach dem Verzehr von Zimt sind Leberschäden in der wissenschaftlichen Literatur bisher nicht beschrieben. Trotzdem gilt: sparsam würzen und bei häufigerem Gebrauch cumarinarmen Ceylon-Zimt statt der im Handel üblichen Cassia-Sorte wählen.

Sicherheitshinweis für 6–8 Monate

So servierst du Zimt mit 6 bis 8 Monaten

Zimt ist in diesem Alter nicht notwendig. Wer möchte, kann eine sehr kleine Prise Ceylon-Zimt (auf der Verpackung ausgewiesen) in ungesüßten Getreidebrei oder Porridge einrühren. Alternativ eine Zimtstange im Brei oder Kompott mitkochen und vor dem Servieren herausnehmen.

1 von 3 · niedrigVerschluckungsrisiko niedrig, Stufe 1 von 3

Eine gelegentliche Prise Zimt ist unbedenklich: Isst ein Kleinkind (15 kg) zweimal pro Woche Milchreis mit je 0,5 g Cassia-Zimt, ist die tolerierbare Cumarin-Tagesmenge damit nur zu 29 % ausgeschöpft.

Das Beispiel gilt für ein 15-kg-Kleinkind, bei einem Baby ist der Anteil entsprechend höher. Wer häufiger oder großzügiger würzt, wählt am besten Ceylon-Zimt, da Cassia-Zimt deutlich mehr Cumarin enthält. Zuckerhaltige Zimtgerichte wie Zimtsterne oder gesüßter Milchreis bleiben wegen des Zuckers eine seltene Ausnahme statt Alltagskost.

Zimtpulver ist als Gewürz kein Verschluckungsrisiko; eine mitgekochte Zimtstange vor dem Servieren immer aus dem Gericht nehmen. Die eigentliche Vorsicht gilt nicht der Konsistenz, sondern der Menge und Sorte: Zimt enthält den Aromastoff Cumarin, der in hohen Dosen (bekannt aus der Anwendung von Cumarin als Arzneimittel) die Leber belasten kann. Nach dem Verzehr von Zimt sind Leberschäden in der wissenschaftlichen Literatur bisher nicht beschrieben. Trotzdem gilt: sparsam würzen und bei häufigerem Gebrauch cumarinarmen Ceylon-Zimt statt der im Handel üblichen Cassia-Sorte wählen.

Sicherheitshinweis für 9–11 Monate

So servierst du Zimt mit 9 bis 11 Monaten

Weiterhin höchstens eine kleine, gelegentliche Prise Zimt, bevorzugt Ceylon-Zimt, z. B. in Porridge, Apfelmus oder Milchbrei.

1 von 3 · niedrigVerschluckungsrisiko niedrig, Stufe 1 von 3

Wer Zimt häufig und in größeren Mengen verwendet, etwa regelmäßig für Milchreis oder Gebäck, sollte cumarinarmen Ceylon-Zimt statt des üblichen Cassia-Zimts wählen.

Zur Einordnung: Bei einem Kleinkind (15 kg) wäre die tolerierbare Cumarin-Tagesmenge bei rund 30 g Zimtsternen (ca. 6 kleine Zimtsterne) pro Tag ausgeschöpft. In der Adventszeit ist das für ein Kleinkind schnell erreicht, deshalb beim Backen Ceylon-Zimt verwenden und Maß halten. Zimtgebäck und Zimt-Zucker-Mischungen enthalten meist viel Zucker: sparsam anbieten.

Zimtpulver ist als Gewürz kein Verschluckungsrisiko; eine mitgekochte Zimtstange vor dem Servieren immer aus dem Gericht nehmen. Die eigentliche Vorsicht gilt nicht der Konsistenz, sondern der Menge und Sorte: Zimt enthält den Aromastoff Cumarin, der in hohen Dosen (bekannt aus der Anwendung von Cumarin als Arzneimittel) die Leber belasten kann. Nach dem Verzehr von Zimt sind Leberschäden in der wissenschaftlichen Literatur bisher nicht beschrieben. Trotzdem gilt: sparsam würzen und bei häufigerem Gebrauch cumarinarmen Ceylon-Zimt statt der im Handel üblichen Cassia-Sorte wählen.

Sicherheitshinweis für ab 12 Monaten

So servierst du Zimt mit 12 Monaten und älter

Als Würze in Familiengerichten wie Porridge, Bratapfel oder ungesüßtem Milchreis; eine kleine Prise reicht meist aus. Wer Zimt im Haushalt häufiger oder in größeren Mengen verwendet, sollte auf Ceylon-Zimt umsteigen.

1 von 3 · niedrigVerschluckungsrisiko niedrig, Stufe 1 von 3

Wer Zimt häufig und in größeren Mengen verwendet, etwa regelmäßig für Milchreis oder Gebäck, sollte cumarinarmen Ceylon-Zimt statt des üblichen Cassia-Zimts wählen.

Zur Einordnung: Bei einem Kleinkind (15 kg) wäre die tolerierbare Cumarin-Tagesmenge bei rund 30 g Zimtsternen (ca. 6 kleine Zimtsterne) pro Tag ausgeschöpft. In der Adventszeit ist das für ein Kleinkind schnell erreicht, deshalb beim Backen Ceylon-Zimt verwenden und Maß halten. Zimtgebäck und Zimt-Zucker-Mischungen enthalten meist viel Zucker: sparsam anbieten.

Zimtpulver ist als Gewürz kein Verschluckungsrisiko; eine mitgekochte Zimtstange vor dem Servieren immer aus dem Gericht nehmen. Die eigentliche Vorsicht gilt nicht der Konsistenz, sondern der Menge und Sorte: Zimt enthält den Aromastoff Cumarin, der in hohen Dosen (bekannt aus der Anwendung von Cumarin als Arzneimittel) die Leber belasten kann. Nach dem Verzehr von Zimt sind Leberschäden in der wissenschaftlichen Literatur bisher nicht beschrieben. Trotzdem gilt: sparsam würzen und bei häufigerem Gebrauch cumarinarmen Ceylon-Zimt statt der im Handel üblichen Cassia-Sorte wählen.

Sicherheitshinweis für ab 2 Jahren

So servierst du Zimt mit 2 Jahren und älter

Als Würze in Familiengerichten wie Porridge, Bratapfel oder ungesüßtem Milchreis; eine kleine Prise reicht meist aus. Wer Zimt im Haushalt häufiger oder in größeren Mengen verwendet, sollte auf Ceylon-Zimt umsteigen.

Auf einen Blick

Ab wann
ab Beikoststart
Eisen
Eisen: niedrigEisengehalt niedrig, 1 von 3
Allergene
keine der 14

Häufige Fragen

  • Ist Zimt für Babys gefährlich?
  • Was ist der Unterschied zwischen Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt?
  • Darf ich Zimt jeden Tag in den Brei geben?
  • Kann ich eine Zimtstange mitkochen?
  • Darf mein Kind Zimt-Milchreis oder Zimtsterne essen?
  • Ist Zimt gesund für mein Baby?

Ist Zimt für Babys gefährlich?

In der gelegentlichen kleinen Prise nicht, aber Zimt ist kein beliebig unbedenkliches Gewürz. Er enthält den Aromastoff Cumarin, der in hohen Dosen (bekannt aus der Anwendung von Cumarin als Arzneimittel) die Leber belasten kann; bei besonders empfindlichen Personen kann Cumarin bereits in relativ kleinen Mengen Leberschäden verursachen. Nach dem Verzehr von Zimt sind solche Fälle in der wissenschaftlichen Literatur bisher nicht beschrieben. Trotzdem gilt: sparsam würzen, und da der übliche Standard-Zimt (Cassia) deutlich mehr Cumarin enthält als Ceylon-Zimt, bei häufigem Gebrauch bevorzugt Ceylon-Zimt wählen.

Was ist der Unterschied zwischen Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt?

Ceylon-Zimt enthält nur geringe Mengen Cumarin und gilt als unbedenklich, Cassia-Zimt deutlich mehr. Als Faustregel: Steht auf der Packung nicht ausdrücklich „Ceylon“, handelt es sich meist um Cassia-Zimt. Bei Zimtstangen verrät es der Querschnitt: Cassia besteht aus einer dicken, gerollten Rindenschicht, Ceylon aus vielen feinen Lagen. Wer Zimt häufig oder in größeren Mengen verwendet, sollte zu Ceylon-Zimt greifen.

Darf ich Zimt jeden Tag in den Brei geben?

Eine kleine, gelegentliche Prise ist die bessere Linie. Zur Einordnung: Isst ein Kleinkind (15 kg) zweimal pro Woche Milchreis mit je 0,5 g Cassia-Zimt, ist die tolerierbare Cumarin-Tagesmenge damit nur zu 29 % ausgeschöpft; bei einem Baby ist der Anteil entsprechend höher. Wer täglich oder großzügiger würzen möchte, sollte deshalb cumarinarmen Ceylon-Zimt verwenden.

Kann ich eine Zimtstange mitkochen?

Ja, eine Zimtstange kann in Brei, Kompott oder Milchreis mitkochen und gibt ihr Aroma ab. Vor dem Servieren die Stange immer herausnehmen. Auch hier lohnt der Griff zu Ceylon-Zimt, erkennbar am Querschnitt aus vielen feinen Lagen.

Darf mein Kind Zimt-Milchreis oder Zimtsterne essen?

Gelegentlich in kleiner Menge ja. Zur Einordnung beim Cumarin: Bei einem Kleinkind (15 kg) wäre die tolerierbare Tagesmenge bei rund 30 g Zimtsternen (ca. 6 kleine Zimtsterne) pro Tag ausgeschöpft. In der Adventszeit ist das für ein Kleinkind schnell erreicht, deshalb beim Backen Ceylon-Zimt verwenden und Maß halten. Weil Zimtgebäck und gesüßter Milchreis zudem stark gezuckert sind, bleiben sie eine Ausnahme statt Alltagskost.

Ist Zimt gesund für mein Baby?

Zimt ist für Babys in erster Linie ein Aroma. Ihm werden verschiedene Gesundheitswirkungen nachgesagt, etwa auf Verdauung oder Blutzucker; ein solcher Nutzen ist für Babys wissenschaftlich nicht belegt. Von Zimt-Präparaten oder ätherischen Zimtölen als Hausmittel raten wir konservativ ab: Für Babys sind sie nicht untersucht, und konzentriertes Cumarin wäre hier ein echtes Thema.

Quellen

  • Beikoststart frühestens Beginn des 5. Monats, spätestens Beginn des 7. Monats Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr
  • Ceylon-Zimt enthält nur geringe Cumarinmengen und gilt als gesundheitlich unbedenklich; Cassia-Zimt weist deutlich höhere Cumaringehalte auf (im Mittel rund 3.000 mg/kg, in der Spitze bis zu 10.000 mg/kg) und sollte nicht langfristig in großen Mengen verzehrt werden BfR – Fragen und Antworten zu Cumarin in Zimt und anderen Lebensmitteln
  • Bei besonders empfindlichen Personen kann Cumarin bereits in relativ kleinen Mengen Leberschäden verursachen (erhöhte Leberenzyme, in schweren Fällen Leberentzündung); die Wirkung ist typischerweise reversibel BfR – Fragen und Antworten zu Cumarin in Zimt und anderen Lebensmitteln
  • Nach Verzehr von Zimt sind Fälle einer leberschädigenden Wirkung in der wissenschaftlichen Literatur bisher nicht beschrieben worden BfR – Fragen und Antworten zu Cumarin in Zimt und anderen Lebensmitteln
  • Wenn ein Kleinkind (15 kg) zweimal pro Woche Milchreis mit je 0,5 g Cassia-Zimt isst, wird der TDI-Wert dadurch lediglich zu 29 % ausgeschöpft BfR – Fragen und Antworten zu Cumarin in Zimt und anderen Lebensmitteln
  • Das BfR hat für Cumarin eine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI) von 0,1 mg pro kg Körpergewicht abgeleitet. Bei Kleinkindern mit einem Körpergewicht von 15 kg wäre der TDI-Wert bei 30 g Zimtsternen ausgeschöpft, wenn der Höchstwert voll ausgeschöpft wird und keine weitere Cumarinexposition hinzukommt. Wer häufig große Mengen Zimt im Haushalt verwendet, sollte cumarinarmen Ceylon-Zimt wählen BfR – Fragen und Antworten zu Cumarin in Zimt und anderen Lebensmitteln
  • Zurückhaltender Umgang mit Zucker Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlungen für das 1. Lebensjahr

Kein Ersatz für ärztliche Beratung.

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